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Pilot oder „Flieger“ zu sein ist etwas herrliches. Stell dir vor, du sitzt am Mittwoch in deinem Home-Office, es ist 12 Uhr, die Arbeit ist getan; oder du kommst um 16 Uhr aus der Kfz-Werkstatt des Autohauses und überlegst, was du jetzt machen könntest. Auf der Terrasse oder dem Balkon sitzen? Fernsehgucken oder Streamen, oder einfach nichts tun. NEIN.
Piloten sagen sich „toll, jetzt zum Flugplatz“. Gerade unter der Woche ist ein Flugzeug oftmals frei. Man schaut zuhause oder über die Handy-App in das Buchungstool „Vereinsflieger“, klickt Reservierung an und fährt zum Flugplatz. Gerade im Sommerhalbjahr kann man oft bis 22 Uhr fliegen, oder morgens um 5 Uhr starten.
Am Flugplatz angekommen. Du hast alles hinter dir: die Anreise, den üblichen Check des Flugzeuges, es ist getankt, du rollst aus der Halle, überprüfst noch einmal alles, ein eventueller Gast wird von dir eingewiesen, z.B. über die Instrumente oder die allgemeine Sicherheit beim Fliegen, der Motor ist nach dem Anlassen jetzt warm, du rollst jetzt zu der aktiven Piste (also immer zum Gegenwind starten).

Du funkst entweder mit dem Tower oder außerhalb der Tower-Betriebszeiten auf Flugplätzen wie Ganderkesee mit „Fliegen ohne Betriebsleiter“ (die früher Flugleiter hießen, aber gar keine Flüge leiten durften, außer bei Verkehrsflughäfen wie Bremen oder Hamburg, die leiten den Verkehr) nicht für dich, sondern, damit andere dich auf der Frequenz hören und erfahren, was du jetzt vorhast. (Das ist das amerikanische Prinzip, auf 90% derer Plätze gibt es keine Betriebs- oder Betriebs- und Flugleiterleiter, eventuell den Tankwart, eine Werkstatt oder ein Café.)
Und dann geht es los, du verlässt die Erde, gehst z.B. auf 2.000 Fuß (ca. 600 Meter) und genießt das, was du jetzt fühlst oder siehst. Geht es weiter weg, kann man die FIS-Frequenz (Flight Information Service > auf Deutsch Fluginformationsdienst < der von der Deutschen Flugsicherung betrieben wird) einstellen und sich Infos holen oder anderen Piloten zuhören, was sie vorhaben.
Nach 2-3 Stunden machst du dich auf den Rückweg, landest, pflegst das Flugzeug, schiebst es die den Hangar, schließt die Tür ab, fährst mit einem Lächeln nach Hause.
Am nächsten Morgen erzählen die Kollegen, welchen Film sie bei Netflix gesehen haben und nicht vor Mitternacht ins Bett gekommen sind. Du lächelst wieder und irgendwann fragen sie sich, ob du den Film auch gesehen hast. Aber du sagst, dass du Norddeutschland und die Nordsee von oben angesehen hast und übermorgen nach Essen fliegst, um die den Fuji-Blimp anzusehen. Und deren positives Gerede von einem angeblichen tollen Film bricht in sich zusammen.
Daher schon mal in paar herrliche Bilder, die unsere Piloten erstellt haben.






Und nach 100 Stunden als Pilot (PIC) in einem Ultraleichtflugzeug und Erfahrungen mit kurzen Pisten, z.B. Baltrum, kannst du ganz legal nach Helgoland fliegen. Sie ist die einzige Hochseeinsel Deutschlands und ist auf immer und ewig steuer- und zollfrei. Wenn du nach Helgoland fliegen willst, geben wir dir eine einstündige Einweisung mit Tricks und Tipps.


Sonntag, 15. Februar 2026 war ein toller Tag und so konnten man die Schneelandschaft bestaunen


